Leonhard Zintl bleibt an der Spitze
Erbendorf. (mez) Leonhard Zintl wird den Kreisverband der Mittelstandsunion auch die kommenden zwei Jahre anführen. Bei der Kreisversammlung in der nagelneuen Erbendorfer Stadthalle sprachen die Mitglieder dem 46-jährige Bankvorstand erneut ihr Vertrauen aus. Auf eine breitere und jüngere Basis wurde die Vorstandschatf gestellt, um die zunehmend steigenden Termine und Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Eine klare Meinung gab der wiedergewählte Vorsitzende Zintl zum nötigen Bürokratieabbau beim Mindestlohn ab.

Leonhard Zintl heißt der alte und neue Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion im Kreisverband Tirschenreuth. Der Wahlleiter des Wahlausschusses Steuerberater Klaus Hars aus Brand, der zusammen mit Alois Häckl (Mitterteich) und Eduard Heider (Pullenreuth) die Neuwahlen leitete, brachte es auf den Punkt. Wir sind froh und glücklich, dass wir mit dir eine so agile und engagierte Persönlichkeit an der Spitze haben, die neben der Belastung und Verantwortung für seinen Betrieb, sich für die Interessen des Mittelstandes, aber auch des Landkreises und der Region so nachhaltig einsetzt, betonte Hars. Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Christian Bauer aus Erbendorf und Stefan Prechtl (Kemnath) wieder bestimmt. Sebastian Forster aus Plößberg, sowie Roman Melzner aus Immenreuth wurden neu als zusätzliche Stellvertreter von Leonhard Zintl ebenso einstimmig gewählt.
Als neuer Schriftführer wurde Marco Vollath (Erbendorf) bestimmt. Auch er erhält mit Thomas Grillmeier (Konnersreuth) einen zusätzlichen Stellvertreter. Als Schatzmeister wurde Dieter Ernstberger (Mitterteich) wieder gewählt. Er wird wieder von den Kassenrevisoren Paulus Mehler (Tirschenreuth) und neu durch Max Zintl (Mitterteich) geprüft. Als Beisitzer agieren wieder Monika Greger (Waldershof), Dr. Hans-Hermann Wörner (Kemnath), Karl Witt (Tirschenreuth), sowie Alfons Meierhöfer und Jürgen Grüner (beide Erbendorf). Neu in der Riege der Beisitzer sind Christoph Hörl (Pullenreuth) und Benjamin Zeitler (Plößberg), sowie Thorsten Erhardt (Brand). Als Delegierte für die Bezirksversammlung fungieren Leonhard Zintl, Karl Witt, Stefan Prechtl, Christian Bauer, Roman Melzner und Sebastian Forster. Als Ersatzdelegierte erklärten Monika Greger, Dieter Ernstberger, Thomas Grillmeier, Marco Vollath, Alfons Meierhöfer und Paulus Mehler ihre Bereitschaft.
In seinem Rechenschaftsbericht dankte Leonhard Zintl vor allem den beiden scheidenden Vorstandsmitgliedern Wolfgang Engel (Waldsassen), der gleich mehrere Jahrzehnte in der Vorstandschaft tätig war, sowie Roland Wellenhöfer (Erbendorf), der jahrelang als Beisitzer in der Vorstandschaft mitwirkte. Beiden soll im Rahmen eines Ehrenabends im Oktober noch gesondert gedankt werden. Zurückblickend auf die letzten zwei Jahre seiner Amtstätigkeit erinnerte der Kreisvorsitzende an die beiden Neujahrsempfänge in München, den Besuch der Landesversammlung in Neumarkt, der Besichtigung des Technologiezentrums in Weiden, mehrerer Betriebsbesichtigungen wie der der Firma Ziegler (Betzenmühle), der Firma Container Kraus (Plána) oder dem Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer der HWK Oberfranken Thomas Koller aus Erbendorf. Ein interessantes Kamingespräch fand mit dem Tirschenreuther Bürgermeister Franz Stahl zur Metropolregion Nürnberg im Kettelerhaus statt.
Als vollen Erfolg wertete Zintl auch die beiden Nordoberpfälzer Wirtschaftstage mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und einem ihrer Vorgänger Otto Wiesheu. Bei einem Unternehmergespräch bei uns vor Ort stand der Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion Dr. Carsten Linnemann Rede und Antwort, so Zintl weiter. Aber auch mit dem Landesvorsitzenden Hans Michlbach stehen wir im regelmäßigen auch persönlichen Austausch. Mit der Teilnahme der Mitglieder an zwei Theaterabenden auf der Burg Leuchtenberg wurde aber auch der gesellige Teil gepflegt. Mit Kommunalpolitkern wie beim Gespräch mit dem stellvertretenden Landrat von Tirschenreuth Alfred Scheidler, dem Neustädter Landrat Andreas Meier oder vielen Tirschenreuther Kreisräten wird sich regelmäßig ausgetauscht. Insgesamt sechs Kreisräte sind Mitglied der Tirschenreuther Mittelstandsunion, betonte Zintl.
Der Kreisvorsitzende bedankte sich bei allen Vorstandschaftsmitgliedern, die zu insgesamt zehn Sitzungen in den letzten zwei Jahren zusammenkamen und mitarbeiteten. Zintl gratulierte dem Tuchfabrikanten und MU-Mitglied Paulus Mehler aus Tirschenreuth, der es in die engere Auswahl für den bundesweiten Mittelstandspreis geschafft hat. Der Vorsitzende lud zudem zu einem Kongress für christliche Führung im Oktober ins Kloster Speinshart ein. MU-Mitglied Steuerberater Klaus Hars bot den Mitgliedern Informationen in Form von Vorträgen zum Thema Wirtschaftsförderung, Erbschaftssteuer und Mindestlohn an. Roman Melzner verlas den Kassenbericht für den entschuldigten Schatzmeister Dieter Ernstberger. Kassenrevisor Paulus Mehler attestierte dem Kassenwart eine einwandfreie Kassenführung. Der zweite Bürgermeister der Stadt Erbendorf und ebenso MU-Mitglied Johannes Reger sprach ein Grußwort.
Bei einer abschließenden Diskussion begrüßte Leonhard Zintl zwar die Entscheidung im Bundeskabinett zum Bürokratieabbau beim Mindestlohn, forderte aber gleichzeitig weitere Nachbesserungen. Der Mindestlohn wird entschlackt, die Aufzeichnungspflichten werden gelockert und somit wird das Gesetz auch praxistauglicher. Man ist endlich zu Korrekturen bereit und damit ein Stück weit in der Realität angekommen. Die Absenkung der Lohnuntergrenze bedeutet für die betroffenen Unternehmen eine deutliche Erleichterung, pflichtete auch Steuerberater Klaus Hars bei. Zu begrüßen sei dabei auch die Herausnahme von mitarbeitenden Familienangehörigen aus der Dokumentationspflicht. Das ist vor allem auch für die Landwirtschaft ein wichtiges Signal, bemerkte MU-Mitglied Max Zintl. Es gebe aber weiteren Korrekturbedarf, betonte Leonhard Zintl. Notwendig sei etwa die Abschaffung der Dokumentationspflichten bei geringfügig Beschäftigten. Gerade bei Minijobs stehen Aufwand und Ertrag bei der Aufzeichnung in keinem sinnvollen Verhältnis. Die Dokumentationspflicht ist doch absolut überflüssig, wenn ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, aus dem sich Arbeitszeit und Stundenlohn eindeutig ergeben

