Bild: Der CSU-Kreistagsfraktionssprecher Bernd Sommer (Fünfter von rechts) machte seinen Antrittsbesuch beim Kreisverband der Mittelstandsunion. Kreisvorsitzender Leonhard Zintl freute sich, dass viele Freiberufler, Selbständige und Mittelständler dieses Angebot zum Gedankenaustausch wahr nahmen.
Waldeck. (mez) Seinen Antrittsbesuch machte der CSU-Kreistagsfraktionssprecher Bernd Sommer bei der Mittelstandsunion. Zahlreiche Themen diskutierte er dabei auch kontrovers mit den Mitgliedern der MU-Kreisvorstandschaft.
Seinen Respekt zollte der Sprecher der größten Fraktion im Kreistag eingangs allen Mittelständlern. Es hilft nichts, wenn die Politik viel redet und beschließt, aber die Unternehmen nichts unternehmen. Diesen ist vor allem der Dank geschuldet, dass sich der Landkreis Tirschenreuth zu einer Aufsteigerregion entwickelte, so Sommer eingangs. Der Fraktionssprecher ging in seinem Eingangsstatement auf die Arbeit von Landrat Roland Grillmeier ein. Dieser sah sich gleich zu Beginn seiner Amtszeit der Pandemie und dessen Krisenmanagement gegenübergestellt. Jetzt kommt die Energiekrise hinzu, wies Sommer auf die ständig neuen Herausforderungen hin. Dennoch konnte der Landrat zusammen mit dem Kreistag viele neue Projekte anstoßen.
Die CSU-Fraktion und die Mitglieder der Zukunftsliste spiegeln die Gesellschaft im Landkreis wieder. Die Arbeit im Kreistag basiert dabei auf gegenseitigen Respekt, so Sommer, wobei die CSU zusammen mit der Zukunftsliste die gestaltenden Kräfte sind. „Im Landratsamt herrscht ein Prinzip des Förderns und Forderns. Diesen neuen Geist unterstützten wir zusammen mit Landrat Grillmeier vehement.“ Mit den Teilnehmern diskutierte der Fraktionssprecher hierbei Beispiele aus der Verwaltung, wie beispielsweise dem Bauamt, bei dem die digitale Bauakte bald eingeführt werden wird. Auch die Position des Wirtschaftsförderers wurde neu ausgeschrieben. Sommer erhofft sich hierbei ein proaktives Arbeiten für die Zukunft, was den Ruf des Landkreises weiter verbessern wird.
Der Fraktionssprecher ging auf weitere positive Bespiele ein, die man zusammen mit Landrat Grillmeier vorantreibt. Das Hausärztemanagement, das man zusammen mit Dr. Peter Deinlein auf den Weg gebracht hat, setzt schon bei Abiturienten an, die signalisieren, Medizin studieren zu wollen. Aber auch auf die Entwicklung der Realschule in Kemnath und Waldsassen ging Sommer ein, ebenso wie auf den guten Ruf der Berufsschule in Wiesau, die ein Alleinstellungsmerkmal besonders für auswärtige Schülerinne und Schüler besitzt. Auf eine noch stärkere Kooperation baut der Kreistag bei der OTH in Weiden. MU-Kreisvorsitzender Leonhard Zintl lud hierzu Bernd Sommer spontan zum MU-Karpfenesse im November ein, bei dem OTH-Präsident Prof. Dr. Clemens Bulitta der Tischredner sein wird.
Weitere neue Projekte stieß der Landrat in Zusammenhang mit der Euregio Egrensis in Zusammenarbeit mit Partnern aus Tschechien an, so Sommer weiter. Vor allem im Bereich der Bildung und Forschung erhofft man sich hier an weitere Fördergelder zu kommen. Beim Thema Energie diskutierten die Anwesenden mit dem Kreistagsfraktionssprecher bezüglich der nötigen Verlässlichkeit der Politik. Wie soll man Preise langfristig kalkulieren können, wenn man heute nicht weiß, was morgen neues in Berlin diskutiert wird, lautete die stete Kritik. Vor allem auf dezentrale Energieformen gelte es weiterhin zu setzen, so Bernd Sommer, der hier auch Potentiale bei der kreiseigenen Genossenschaft TIR-Energie eG sieht.
MU-Kreisvorsitzender Leonhard Zintl bedankte sich für den langen Diskussionsabend. Man merkt bei vielen Themen immer mehr die gute Zusammenarbeit zwischen MdEP Christian Doleschal, MdB Albert Rupprecht und MdL Tobias Reiß, die es verstehen wichtige politische Entscheidungen zu Gunsten der Region zu lenken, die immer mehr auch vor Ort ankommen, so Leonhard Zintl. Als neuer MU-Kreisgeschäftsführer wurde von der Vorstandschaft der Mittelstandsunion zuvor einstimmig Christian Kraus berufen. Neben dem MU-Karpfenessen wird man in den kommenden Monaten eine Werksbesichtigung beim MTB-Hersteller Cube in Waldershof unternehmen, sowie sich über die Wasserstoff-Modellregion Fichtelgebirge in Wunsiedel informieren.


